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>> Reform der Umweltverwaltung: Bürokratenschutz statt Umweltschutz?
Anregungen für eineökologische Verwaltungsreform


»Wir übten mit aller Macht. Aber immer, wenn wir begannen, zusammengeschweißt zu werden, wurden wir umorganisiert. Ich habe später gelernt, daß wir oft versuchten, neuen Verhältnissen durch Umorganisation zu begegnen. Es ist eine phantastische Methode. Sie erzeugt die Illusion des Fortschritts, wobei sie gleichzeitig Verwirrung schafft, die Effektivität vermindert und demoralisierend wirkt.« Mit diesem Zitat von Gaius Petronius, Römischer Offizier um ca. 100 n.Chr., beginnt diese UIN-Ausgabe zur geplanten Reform der niedersächsischen Landesverwaltung.
Einsparungen und Rationalisierungsmaßnahmen werden ausgeheckt, die einem Kahlschlag des Umweltschutzes in Niedersachsen bedeuten würden. Das Heft fasst die Forderungen des LBU und anderer niedersächsischer Umweltschutzverbände für eine Verwaltungsreform zusammen, die nicht nur fiskalischen und bürokratischen Bedürfnissen Rechnung trägt, sondern die einen inhaltlichen Umbau der Landesverwaltung zu ihrer Ökologisierung zum Ziel hat.
Das Motto für die Zukunft für ein »Nachhaltiges Niedersachsen« muss daher »Umbau statt Abbau« heißen. Eine ökologische Verwaltungsreform mit dem Verkleinern der nicht mehr zeitgemäßen Verwaltungszweige wie insbesondere Straßenbau-, Agrarstruktur- und Bergverwaltung zugunsten einer Stärkung der Umweltverwaltung muss das Ziel sein. In diesem Sinne sind die einzelnen Beiträge dieses Heftes zu verstehen. Es sind Ideen und Vorschläge, die einerseits von außen, von den Umweltverbänden, andererseits von innen, aus der Landesverwaltung selbst, entwickelt worden sind.


UIN 36/37 (1995), 68 Seiten. 7 Euro.


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