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Erster Erfolg gegen trassenfernen Ausbau der Bahnstrecke Wunstorf-Minden von Karlheinz Narten, AK Verkehr im LBU Niedersachsen e.V. Der Regionalrat des Regierungsbezirks Detmold hat am 08.03.2004 die Aufnahme einer neuen Schienentrasse in den Gebietsentwicklungsplan des Bezirks Minden einstimmig abgelehnt. Die Delegierten benötigten keine fünf Minuten zur Entscheidungsfindung. Regierungspräsident Andreas Wiebe erläuterte in einer kurzen Stellungnahme dazu: »Das kommt nicht jeden Tag vor, dass wir einem Antragsteller empfehlen, gar nicht erst in einem Prüfverfahren einzu-steigen. In dieser Sache seien in der Region alle einhellig der Meinung, dass eine marginale Fahrzeit-verkürzung den erheblichen Aufwand schlicht und ergreifend nicht rechtfertigt. Es gebe wichtigere und bedeutsamere Vorhaben.« »Damit hat die Bahn aus meiner Sicht keine Chance mehr, ihre ursprünglichen Pläne zu realisieren«, sagte in einer ersten Stellungnahme Reinhard Fromme, Vizevorsitzender der »Bürgerinitiative gegen den trassenfernen Ausbau der Bahn (Bigtab)«. Er verfolgte mit einer 20-köpfigen Delegation die Sitzung des Regionalrates. Die Bürgerinitiative will am Sonntag, dem 14.03.2004, ihren Erfolg auf dem Marktplatz in Bückeburg feiern. Die Bückeburger CDU sprach von einem »grandiosen Etappensieg der Vernunft«. Der CDU-Fraktionsvorsitzende im Bückeburger Rat meinte: »Wir können erst einmal durchatmen. Die Strecke ist wohl vom Tisch. Die Vernunft habe sich gegen eine Strecke durchgesetzt, die Dörfer und Natur zerstöre.« Der LBU freut sich mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürger über diesen Ratsbeschluß und hofft, dass sich die »Vernunft« auch bei der Deutschen Bahn AG schnellstens durchsetzt und sie sich den Forderungen für einen trassennahen Ausbau nachkommt. Unnötiger Planungsaufwand (Kosten und Zeit) sind seit der Antragskonferenz vom 19.02.2002 verbracht worden, denn alle Argumente der damals anwesenden Konferenzteilnehmer bestehen heute noch unwiderlegt. So hätte in dieser unnötig verbrachten Zeit schon das Planfeststellungsverfahren für einen trassennahen Ausbau der Strecke abgeschlossen sein können und möglicherweise wäre auch schon der erste Spatenstich erfolgt. Der viergleisige Ausbau dieses Streckenabschnittes ist nicht nur unbestritten, sondern auch schnellstens erforderlich, damit die DB AG recht bald Mehrverkehr auf der Ost-Westachse bewältigen kann. |