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>> Pressemitteilung vom 03. Juni 2002:


Die Folgen von Privatisierung und Liberalisierung des deutschen Wassermarktes:

Unser Trinkwasser ist in Gefahr - Neue LBU-Broschüre klärt auf

(Hannover) - Die Privatisierungswelle in der Trinkwasserversorgung rollt: Jede Woche werden nach einer Schätzung des Europäischen Wirtschaftsdienstes zwei Stadtwerke verkauft. Wenn es nach dem Wirtschaftsministerium geht, sollen zusätzlich die Monopolstellungen der Wasserversorger abgeschafft und der Markt geöffnet (liberalisiert) werden. Die neue LBU-Broschüre »Unser Wasser in Gefahr!« warnt vor den Folgen dieser Entwicklungen für die Qualität unseres Trinkwassers und einen flächendeckenden Gewässerschutz.

Heute werden viele Leistungen für den Schutz von Ressourcen, Umwelt und Gesundheit von den Versorgungsunternehmen freiwillig erbracht. So fördern viele Wasserversorger die weniger belastende ökologische Landwirtschaft in ihren Wassergewinnungsgebieten. »Wahrscheinlich würde dieser vorsorgende Gewässerschutz dem ökonomischen Denken privater, konkurrierender Unternehmen zum Opfer fallen«, befürchtet Ulf Jacob, Sprecher des LBU-Arbeitskreises Wasser und Autor der achtseitigen Broschüre. Zusätzlich entstehen direkte Nachteile für den Verbraucher. »In einem offenen Markt zwingt der Kostendruck die Unternehmen zu Einsparungen, auch bei der Pflege der Rohre und bei der Wasseraufbereitung. Darunter leidet die Qualität unseres Trinkwassers!«, so Jacob. Der LBU spricht sich deshalb klar gegen einen freien Wassermarkt aus und fordert, die Trinkwasserversorgung als kommunale Pflichtaufgabe rechtlich zu verankern.

Die Broschüre kann gegen 1,53 Euro bei der LBU-Geschäftsstelle, Alexanderstr. 7, 30159 Hannover bestellt werden.




Eine Pressemitteilung des LBU Niedersachsen. Rückfragen an die LBU-Geschäftsstelle, Alexanderstr. 7, 30159 Hannover; Tel. (05 11) 3 68 15 20; Fax (05 11) 3 68 13 31; E-Mail: [ m.ruecker@lbu-niedersachsen.de ]

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