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>> Pressemitteilung vom 30. Mai 2002: |
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Der Niedersachsen LBU geht gegen weitere Störung des Naturschutzgebiets Leyhörn vor LBU legt Widerspruch ein: »MS Gretchen« verschaukelt Naturschutz (Hannover) - Der LBU Niedersachsen hat bei der Bezirksregierung Weser-Ems Widerspruch gegen die Genehmigung für Anlegefahrten der »MS Gretchen« im Naturschutzgebiet Leyhörn eingelegt. Die Behörde hat dem Betreiber 30 Anlegefahrten und 10 Sonderfahrten im Jahr gebilligt. Diese Genehmigung hat nach Einschätzung des LBU keine rechtliche Grundlage und widerspricht den Richtlinien des Naturschutzes. In einem Planfeststellungsbeschluss von 1985 ist eindeutig geregelt, dass die Belange des Naturschutzes vorgehen und der Fremdenverkehr Beschränkungen und Entwicklungsgrenzen hinzunehmen hat. Die Anlegestelle wurde laut o.g. Beschluss von 1985 ausdrücklich für »Notfälle« geschaffen - bewusst, um touristische Ausbreitungen zu verhindern. »Diese Regelung soll nun ausgehöhlt werden«, so LBU-Fachreferent An-dreas Bieg. »Es gibt keine Notfälle - die Betreiber wollen ganz einfach Geld am Tourismus verdienen, und dabei sind ihnen die Interessen des Naturschutzes offensichtlich gleichgültig.« Die Fahrten würden ein Gebiet mit Touristen versorgen, dass schon sehr stark vorbelastet ist. Die in Naturschutzgebieten laut Urteil des Europäischen Gerichtshofs einzuhaltende »völlige Ruhe« wird schon jetzt durch eine von der Gemeinde Krummhörn angelegte Badestelle empfindlich gestört. Und nun sollen noch mehr Menschen in das Gebiet geschippert werden. Durch die genehmigten Fahrten käme es zwangsläufig zu weiteren Störungen. »Was zu viel ist, ist zu viel. Weitere Störungspotentiale im Naturschutzgebiet sind nicht hinnehmbar, und deshalb werden wir dagegen vorgehen. Leyhörn muss endlich zur Ruhe kommen«, fordert Andreas Bieg. Die Bezirksregierung Weser-Ems hat jetzt über den Widerspruch des LBU zu entscheiden. Im Sinne des Naturschutzes kann der LBU nur appellieren, dem Widerspruch stattzugeben. Bieg kündigte an: »Sollte die Entscheidung gegen den Naturschutz ausfallen, werden wir über weitere Schritte nachdenken.« Eine Pressemitteilung des LBU Niedersachsen. Rückfragen an die LBU-Geschäftsstelle, Alexanderstr. 7, 30159 Hannover; Tel. |